Wer von Joachim Landesvatter nach seinen Maxis für Salo und Normoton ein straightes Techno-Album erwartet hat, wird sicher enttäuscht sein, startet Lava doch mit zögernden Clicks&Cuts und baut sich erst sehr langsam majestätisch vor uns auf. Doch schon im zweiten Track beginnt ein zarter Beat zu zucken. Das setzt sich dann auf eine ebenso zurückhaltende wie reizvolle Art fort. Landesvatter tastet sich vorsichtig zwischen Experiment und Tanz entlang. Nicht wirklich ein Club-Album gibt es hier sehr viel zu entdecken. Die zahlreichen rein-geschnetzelten Sounds und immer wieder aufblitzenden Beats machen ‘Lava’ zu einem schönen kleinen Rohdiamanten, den man gerne zur Hand nimmt, um ihn zu erforschen.